Dortmund, 11.04.2010, Gregor Beushausen
Dortmund. Ende Mai soll der Westfalentower, Dortmunds neuer Büroriese an der Kreuzung Semerteichstraße/B1, schlüsselfertig übergeben werden.
Welche Mieter die 33 000 qm Bruttofläche in Beschlag nehmen, ist noch immer offen. In jedem Fall werden sie ein Gebäude beziehen, das der Eigentümer, Credite Suisse, auch künstlerisch in Szene zu setzen gedenkt.
Ideenwettbewerb
für Skulpturenpark
Unter der Überschrift „Ideen für ein Haus” hat der Bauherr einen Ideenwettbewerb für einen „Skulpturenpark” ausgelobt. Unter der Leitung von Prof. Ursula Bertam (sie hatte mit ihrer „Kaffeetafel” für den Schnittpunkt Hansa- und Kampstraße von sich reden gemacht) haben Studenten der Uni aus verschiedenen Fachrichtungen 19 Entwürfe für Installationen und Skulpturen inklusive Kostenkalkulation entwickelt. Wollte Credit Suisse anfangs fünf Entwürfe realisieren lassen, hat man „wegen der hohen gestalterischen Qualität” auf sechs aufgestockt - und auf die zuvor veranschlagten Kosten von 100 000 Euro weitere 25 000 Euro draufgesattelt.
„Attitüde” nennt etwa Christine Böse ihre Arbeit. Ihre Stahlplastik zeigt drei Figuren, die synergetisch miteinander reagieren. Ihre Formen und fließende Bewegungen sollen „Energie und Erfolg als innere Geisteshaltung” symbolisieren. Für „Gedankenfülle” steht die Plastik von Nora Kühnen. Einem Trichter ähnlich, versieht sie ihre Edelstahlplastik mit einem zarten Netz aus Metall, das die Gedanken des Betrachters wie durch einen Kanal führen und konzentrieren soll. „Als Kontrast zur Rast- und Ruhelosigkeit auf der B1” sieht die Jury Lena Schmidts „Fallschirm”, der für den Betrachter einerseits landet und gleichzeitig aufsteigt. Damit, so die Jury, werde ein Objekt geschaffen, das Himmel und Erde verbinde und somit einen Moment der Ruhe schaffe. Alle Werke sollen bei der Übergabe des Towers im Außenbereich installiert werden und so auch für Passanten sichtbar sein.