DAS PRINZIP SCHNEEHASE

Das Prinzip Schneehase untersucht Wahrnehmungsstrukturen basierend auf René Descartes Zweifeln an der Objektivität sinnlicher Wahrnehmung und Michel Foucaults Raumtheorie. Beziehungen, Vielschichtigkeit, Doppelcodierungen, Reflexion und Flexibilität sind zentrale Themen meiner Arbeit. Meine künstlerische Arbeit beschäftigt sich auf konzeptioneller, materieller und inhaltlicher Ebene mit diesen Themen. In meiner interdisziplinären Auseinandersetzung bewege ich mich innerhalb druckgrafischer Experimente, videokünstlerischer Reflexionen und performativen und installativen Zwischenräumen. Ich versuche die medienimmanenten Grenzen zu erkunden und spiele mit der Betrachter-Bild-Installation-Situation. Raum, Zeit und Bildumgang sind mir wichtig. Das Prinzip Schneehase ist in meiner künstlerischen Forschung ein Ausdruck für genaues Hinschauen. Ich analysiere Beziehungen und Kontexte. Alles an meinen Arbeiten ist von Bedeutung, „selbst die kleinste Schraube“[1] Zwischenräume versuche ich zu erkunden und manchmal ist eine Kleinigkeit ganz entscheidend für die Gesamtkonzeption, etwa die Tatsache, dass man sich eine Anaglyphe Grün-Rot-Brille vor die Augen halten kann wenn man sich einige meiner Videos anschaut, oder dass man den Reflexionen des Umraums versucht auszuweichen, wenn man sich meinen Druckgrafiken nähert. Dabei versuche ich möglichst subtil vorzugehen. Denn ich möchte Assoziationsfreiräume schaffen.
[1] Zitat von Prof. Ursula Bertram.